Deutschland

Team Deutschland
Von Warendorf nach Düsseldorf

An der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf werden nicht nur Olympioniken und militärische Vorgesetzte ausgebildet – auch das deutsche Invictus Team hat dort seine Heimat gefunden. 20 Teammitglieder werden hier durch Trainer, eine Psychologin und einen Psychologiefeldwebel begleitet und auf die Spiele vorbereitet.
Dazu bietet die Sportschule alles, was das Sportlerherz begehrt: vorzügliche Sportstätten und Möglichkeiten zur Erholung noch und Nöcher.
Darüber hinaus passt in Warendorf aber auch der Rahmen: vom Geschäftszimmer bis zum Kommandeur stehen im kleinen Ort an der Grenze zwischen Nordrhein-Westfahlen und Niedersachsen alle hinter dem Projekt Invictus.

Bitte akzeptieren Sie die Marketing-Cookies um dieses Video zu sehen.

Die Bundeswehr lässt ihre Soldat:innen nicht fallen

Wie wird man Teil des Invictus Teams? Und was passiert überhaupt mit Soldatinnen und Soldaten, die im Einsatz verwundet werden, oder die aufgrund traumatischer Erlebnisse eine psychische Störung davontragen?

Um das zu verstehen, muss man sich erst einmal anschauen, wie Soldatinnen und Soldaten überhaupt medizinisch und psychologisch versorgt werden, wenn sie in den Einsatz gehen.
Denn, in den etwa 20 Jahren, in denen die Bundeswehr Soldatinnen und Soldaten in Auslandseinsätze schickt, hat sie viele Lektionen lernen müssen, welche Versorgung und Nachsorge notwendig ist.

Soldatinnen und Soldaten, die über die Bundeswehr in Auslandseinsätze versetzt werden, werden engmaschig überprüft. In der Einsatzvorbereitung werden sie intensiven medizinischen und psychologischen Untersuchungen unterzogen. Während des Einsatzes garantiert die Bundeswehr eine medizinische Betreuung, wie zuhause. Und nach der Rückkehr kommen neben ebenso intensiven medizinischen Untersuchungen noch eine Kur, sowie ein Einsatznachbereitungsseminar dazu.
Dieses dient nicht nur dazu, erlebtes einzuordnen, sondern auch, die Soldat:innen zu beobachten und gegebenenfalls erste Anzeichen für besondere psychische Belastungen zu bemerken.

Sollte festgestellt werden, dass Soldatinnen oder Soldaten durch ihren Einsatz körperliche oder psychische Schäden davon getragen haben, dann haben sie Anspruch darauf, nach dem Einsatz-Weiterverwendungsgesetz über 8 Jahre nur auf eigenen Wunsch versetzt oder entlassen zu werden.

In dieser Zeit kann, wenn das Zentrum für Sportmedizin der Bundeswehr eine Eignung feststellt, eine Zuweisung zum deutschen Invictus Games-Team erfolgen.

Bitte akzeptieren Sie die Marketing-Cookies um dieses Video zu sehen.